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Priority review Guidance Amended Final

BaFin Supervisory Announcement on EU Court Ruling Impact on German Financial Law

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Published March 20th, 2026
Detected March 20th, 2026
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Summary

BaFin has issued a supervisory announcement clarifying the interpretation of German financial laws, specifically sections of the WpHG and WpÜG, following a European Court of Justice ruling on 'Acting in Concert' (AiC). The announcement details how BaFin will adjust its administrative practice regarding voting rights attribution to align with EU law, impacting reporting obligations for listed companies and market participants.

What changed

BaFin's Supervisory Announcement No. 02/2026 addresses the impact of the European Court of Justice (ECJ) ruling of February 12, 2026 (Case C-864/24) on the interpretation of German financial laws, specifically § 34 of the Securities Trading Act (WpHG) and § 30 of the Takeover Act (WpÜG). The ECJ ruled that the German WpHG's provisions on 'Acting in Concert' (AiC) exceed EU law requirements as defined in the Transparency Directive. Consequently, BaFin will no longer apply certain attribution rules under § 34 WpHG that go beyond the Transparency Directive's scope, particularly those requiring a long-term agreement for coordinated policy pursuit. BaFin will also cease applying specific attribution provisions in § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 and Nr. 5 WpHG, as they lack corresponding provisions in the Transparency Directive. The administrative practice outlined in BaFin's Emittentenleitfaden and FAQs regarding transparency obligations under §§ 33 ff. WpHG is no longer valid in this regard.

This announcement is critical for all entities subject to reporting obligations under §§ 33 ff. WpHG, including natural or legal persons acquiring or disposing of voting rights in listed companies. Market participants involved in takeover procedures under the WpÜG are also affected. The guidance is effective immediately and remains in force until a legally compliant amendment to § 34 Abs. 1 and 2 WpHG is enacted. While BaFin will continue to apply WpÜG provisions on voting rights attribution unchanged, asserting their EU law conformity, regulated entities must immediately adjust their interpretation and application of the specified WpHG sections to align with BaFin's revised administrative practice to avoid potential regulatory scrutiny.

What to do next

  1. Review and update internal policies and procedures regarding voting rights attribution and 'Acting in Concert' notifications under § 34 WpHG.
  2. Discontinue the application of BaFin's previous administrative practice as detailed in the Emittentenleitfaden and FAQs concerning §§ 33 ff. WpHG.
  3. Ensure compliance with the revised interpretation of § 34 WpHG and continue applying § 30 WpÜG as per BaFin's guidance.

Source document (simplified)

Erscheinung: 20.03.2026 Aufsichtsmitteilung

Aufsichtsmitteilung Nr. 02/2026 (WA): Auswirkungen des EuGH -Urteils vom 12.02.2026 (Rs. C-864/24) auf die Auslegung von § 34 WpHG und § 30 WpÜG

Diese Aufsichtsmitteilung gilt bis bis zu einer europarechtskonformen Änderung des § 34 Abs. 1 und 2 WpHG.

I. Einführung

1. Ziel der Aufsichtsmitteilung

Vor dem Hintergrund des EuGH -Urteils (Rs. C-864/24) vom 12.02.2026 zur Auslegung der Regelungen zum Acting in Concert („AiC“) in der Richtlinie 2004/109/ EG zur Harmonisierung der Transparenzanforderungen in Bezug auf Informationen über Emittenten, deren Wertpapiere zum Handel auf einem regulierten Markt zugelassen sind, und zur Änderung der Richtlinie 2001/34/ EG vom 15.12.2004 („TransparenzRL“) gibt diese Aufsichtsmitteilung Hinweise auf die Verwaltungspraxis der BaFin bei der zukünftigen Auslegung der Vorschriften des § 34 Abs. 1 und Abs. 2 Wertpapierhandelsgesetz („ WpHG “) sowie Hinweise zur Anwendung und Auslegung von § 30 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz („ WpÜG “).

2. Anwendungsbereich

Die Aufsichtsmitteilung richtet sich an alle Meldepflichtigen im Sinne der §§ 33 ff. WpHG. Darunter fallen alle natürlichen oder juristischen Personen oder rechtsfähigen Personengesellschaften, die Stimmrechtsanteile an börsennotierten Unternehmen im Sinne der vorgenannten Vorschriften erwerben oder veräußern oder dies beabsichtigen.

Ferner richtet sich die Aufsichtsmitteilung an Marktteilnehmer, die Verfahren nach dem WpÜG in Verbindung mit den Vorschriften der WpÜG -Angebotsverordnung sowie ggf. des Börsengesetzes durchführen wollen.

3. Geltungsdauer und Verhältnis zu anderen Veröffentlichungen

Die Aufsichtsmitteilung gilt ab sofort und bis zu einer europarechtskonformen Änderung des § 34 Abs. 1 und 2 WpHG.

II. Auswirkungen des EuGH -Urteils vom 12.02.2026 (Rs. C-864/24) auf die Auslegung von § 34 WpHG und § 30 WpÜG

Der EuGH hat in der Rechtssache C-864/24 entschieden, dass der Wortlaut des § 34 Abs. 2 WpHG zum AiC insoweit gegen Europarecht verstößt, als er über den Wortlaut der TransparenzRL hinausgeht. Eine von der TransparenzRL abweichende strengere Zurechnungsvorschrift sei nur dann zulässig, wenn sie in direktem Zusammenhang mit Übernahmeangeboten, Zusammenschlüssen und anderen Transaktionen stehe, die die Eigentumsverhältnisse oder die Kontrolle von Unternehmen betreffen.

1. Auswirkungen auf § 34 Abs. 1 und 2 WpHG

Das Urteil betrifft nicht nur den Zurechnungstatbestand des AiC, sondern sämtliche Zurechnungstatbestände des § 34 WpHG, soweit sie an Meldepflichten von Stimmrechten anknüpfen und über die Regelungen in der TransparenzRL hinausgehen. Die BaFin wird daher ab sofort § 34 Abs. 2 WpHG dahingehend auslegen und anwenden, dass eine Zurechnung im Sinne der TransparenzRL nur dann vorliegt, wenn eine Abstimmung über die einvernehmliche Ausübung von Stimmrechten auf Grund einer Vereinbarung erfolgt, die beide verpflichtet, langfristig eine gemeinsame Politik bezüglich der Geschäftsführung des betreffenden Emittenten zu verfolgen (vgl. Wortlaut des Art. 10 lit. a) der TransparenzRL). Zudem wird die BaFin die Zurechnungstatbestände der § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 und Nr. 5 WpHG nicht mehr anwenden, da jeweils ein entsprechender Zurechnungstatbestand in der TransparenzRL nicht vorgesehen ist. Insoweit gilt auch die im Emittentenleitfaden der BaFin und den FAQ der BaFin zu den Transparenzpflichten nach §§ 33 ff. WpHG dargestellte Verwaltungspraxis nicht mehr.

2. Auswirkungen auf § 30 WpÜG

Die BaFin wird die Vorschriften des WpÜG über die Stimmrechtszurechnung weiterhin unverändert anwenden und auslegen. Die BaFin geht von der Europarechtskonformität der Vorschriften des WpÜG über die Stimmrechtszurechnung aus. Der EuGH hat in seinem Urteil darauf hingewiesen, dass der deutsche Gesetzgeber auf Grundlage von Art. 3 Abs. 1a Unterabs. 4 Ziff. iii der TransparenzRL ermächtigt ist, im Vergleich zu den Vorgaben der TransparenzRL strengere Vorschriften über die Stimmrechtszurechnung zu normieren, sofern sie die Anwendung von Rechts- und Verwaltungsvorschriften im Zusammenhang mit Übernahmeangeboten und hierbei die Eigentumsverhältnisse oder die Kontrolle von Unternehmen betreffen. Die Anforderungen der Richtlinie 2004/25/ EG („ÜbernahmeRL“) an die Stimmrechtszurechnung stehen der Anwendung von § 30 Abs. 2 WpÜG in der aktuellen Fassung nicht entgegen.

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Named provisions

Acting in Concert Transparency Directive Securities Trading Act (WpHG) Takeover Act (WpÜG)

Source

Analysis generated by AI. Source diff and links are from the original.

Classification

Agency
BaFin
Published
March 20th, 2026
Instrument
Guidance
Legal weight
Non-binding
Stage
Final
Change scope
Substantive
Document ID
Aufsichtsmitteilung Nr. 02/2026 (WA)
Supersedes
BaFin Emittentenleitfaden and FAQs on transparency obligations under §§ 33 ff. WpHG

Who this affects

Applies to
Public companies Investors
Industry sector
5231 Securities & Investments 5239 Asset Management
Activity scope
Voting rights reporting Takeover bids
Geographic scope
Germany DE

Taxonomy

Primary area
Securities
Operational domain
Compliance
Topics
Corporate Governance Mergers & Acquisitions

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