German balance of payments, January 2026, €17.1B surplus
Summary
The Deutsche Bundesbank published Germany's balance of payments for January 2026, showing a current account surplus of €17.1 billion, slightly below the previous month. The goods trade surplus increased by €6.9 billion to €14.9 billion. Germany recorded net capital imports of €9.2 billion, reversing from net capital exports of €27.5 billion in December 2025.
What changed
Germany's current account recorded a surplus of €17.1 billion in January 2026. The goods trade surplus increased to €14.9 billion due to rising exports and declining imports, while the surplus on invisible transactions fell to €2.2 billion, driven by decreased net primary income from securities and investment earnings.
This statistical release provides macroeconomic data relevant for investors, government agencies, and financial institutions analyzing Germany's external economic position. The shift from net capital exports to net capital imports indicates changing capital flow dynamics, with direct investment showing net inflows of €11.7 billion. Balance of payments statistics inform monetary policy, trade analysis, and financial stability assessments.
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Die deutsche Zahlungsbilanz im Januar 2026
13.03.2026 Pressenotiz Deutsche Bundesbank EN
Leistungsbilanzüberschuss nahezu unverändert
Die deutsche Leistungsbilanz verzeichnete im Januar 2026 einen Überschuss von 17,1 Mrd €. Das Ergebnis lag geringfügig unter dem Niveau des Vormonats. Zwar stieg der Aktivsaldo im Warenhandel. Etwas stärker verminderte sich jedoch das Plus im Bereich der „unsichtbaren“ Leistungstransaktionen, die neben Dienstleistungen auch Primär- und Sekundäreinkommen umfassen.
Im Warenhandel erhöhte sich der positive Saldo im Berichtsmonat um 6,9 Mrd € auf 14,9 Mrd €, da die Einkünfte zunahmen und die Aufwendungen zurückgingen. Bei den „unsichtbaren“ Leistungstransaktionen gab der Überschuss um 7,2 Mrd € auf 2,2 Mrd € nach. Wesentlich dafür waren um 5,9 Mrd € auf 13,9 Mrd € gesunkene Nettoeinnahmen bei den Primäreinkommen. Dahinter standen vor allem geringere Einkünfte Gebietsansässiger aus Wertpapierengagements und übrigen Vermögenseinkommen. Hinzu kam die Gegenbewegung zu den im Dezember 2025 an Deutschland ausgezahlten EU - Agrarsubventionen. Außerdem weitete sich das Defizit bei den Dienstleistungen um 2,5 Mrd € auf 4,6 Mrd € aus. Dazu trug bei, dass per saldo zwar die Einnahmen aus Gebühren für die Nutzung von geistigem Eigentum stiegen. Stärker erhöhten sich jedoch die Nettoaufwendungen für Telekommunikations-, EDV - und Informationsdienste, sonstige unternehmensbezogene Dienstleistungen und vor allem im Reiseverkehr. Dagegen verminderte sich das Defizit bei den Sekundäreinkommen, allerdings nur um 1,2 Mrd € auf 7,0 Mrd €. Maßgeblich dafür waren geringere staatliche Aufwendungen. Zwar weiteten sich die Zahlungen an den EU - Haushalt aus, die in Verbindung mit auf das Bruttonationaleinkommen bezogenen Finanzierungsleistungen stehen. Die Ausgaben für laufende Übertragungen im Rahmen von internationaler Zusammenarbeit sanken jedoch stärker.
Netto-Kapitalimporte
Im Januar kam es zu deutschen Netto-Kapitalimporten in Höhe von 9,2 Mrd €, nach Netto-Kapitalexporten von 27,5 Mrd € im Dezember 2025.
Bei den Direktinvestitionen ergaben sich im Januar Netto-Kapitalimporte von 11,7 Mrd € (nach Mittelabflüssen von 22,6 Mrd € im Dezember). Hiesige Unternehmen reduzierten ihre Direktinvestitionen im Ausland um 9,9 Mrd €. Den Ausschlag gaben Tilgungen im konzerninternen Kreditverkehr (18,6 Mrd €). Hingegen stockten deutsche Unternehmen ihr Beteiligungskapital (8,7 Mrd €) im Ausland auf. Ausländische Unternehmen erhöhten ihre Direktinvestitionen in Deutschland um 1,8 Mrd €. Sie weiteten ihr Beteiligungskapital aus (2,8 Mrd €), reduzierten jedoch ihre konzernintern vergebenen Kredite (1,0 Mrd €).
Im grenzüberschreitenden Wertpapierverkehr Deutschlands ergaben sich im Januar Netto-Kapitalexporte von 1,6 Mrd € (nach 5,9 Mrd € im Dezember). Hiesige Anleger nahmen im Ergebnis ausländische Wertpapiere für 58,1 Mrd € in ihre Portfolios auf. Sie kauften Anleihen (26,9 Mrd €), Aktien (17,3 Mrd €), Investmentzertifikate (11,8 Mrd €) sowie Geldmarktpapiere (2,1 Mrd €). Ausländische Investoren erwarben per saldo inländische Wertpapiere für 56,4 Mrd €. Dabei kauften sie Anleihen (60,2 Mrd €), Aktien (0,9 Mrd €) und Investmentzertifikate (0,5 Mrd €), trennten sich jedoch von Geldmarktpapieren (5,3 Mrd €).
Die Transaktionen mit Finanzderivaten führten im Januar per saldo zu Mittelabflüssen von 16,4 Mrd € (nach Mittelzuflüssen von 6,6 Mrd € im Dezember).
Im übrigen statistisch erfassten Kapitalverkehr, der Finanz- und Handelskredite (soweit diese nicht zu den Direktinvestitionen zählen), Bankguthaben und sonstige Anlagen umfasst, ergaben sich im Januar Netto-Kapitalimporte von 15,7 Mrd € (nach Netto-Kapitalexporten von 5,6 Mrd € im Dezember). Die Transaktionen über die Konten der Bundesbank führten zu Netto-Kapitalexporten (14,6 Mrd €), insbesondere weil die TARGET - Forderungen der Bundesbank gegenüber der EZB stiegen und Einlagen ausländischer Geschäftspartner – wie zu Jahresbeginn üblich – gesunken sind. Hingegen ergaben sich Netto-Kapitalimporte bei Monetären Finanzinstituten ohne Bundesbank (49,0 Mrd €) und dem Staat (1,1 Mrd €). Unternehmen und Privatpersonen verzeichneten Netto-Kapitalexporte (19,7 Mrd €).
Die Währungsreserven der Bundesbank stiegen im Januar – zu Transaktionswerten gerechnet – leicht an (0,1 Mrd €).
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